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Continuation Bet

Es gibt viele Waffen die man als Pokerspieler so hat. Tricks, Kniffe, Strategien und Spielzüge. Dazu gehört zum Beispiel eine gute Handauswahl, Bluffen, eine Hand langsam spielen, setzen, den Gegner Lesen und einige mehr. Aber es gibt einen Spielzug, den wirklich jeder Pokerspieler können muss. Pokerprofis bezeichnen ihn nicht umsonst als den profitabelsten Move beim Pokern. Die Rede ist hier von dem Continuation Bet oder kurz „C-Bet“.
Der Continuation Bet wird dir nicht nur viele Pötte bereits auf dem Flop bringen, sondern erlaubt es dir auch nach dem Flop die Kontrolle zu behalten und der Aggressor zu bleiben. Es ist einfach einer der Moves, der zum Standardprogramm eines jeden Pokerspielers gehören muss, wenn man mit Pokern Geld verdienen möchte.
Doch wie funktioniert der Continuation Bet überhaupt? Zunächst einmal musst du die Kontrolle über den Pot bekommen. Dies funktioniert ganz einfach wenn und indem du vor dem Flop erhöhst. Damit hast du meist schon die Kontrolle über den Pot bekommen. Oftmals werden deine Gegner jetzt nur noch mitgehen oder ihre Karten folden. Gerade in den niedrigen Limits sind deine Gegner meist passiv und du wirst selten nachdem du erhöht hast eine weitere Erhöhung sehen. Falls doch, dann sei bloß vorsichtig und bleib nur mit deinen wirklich guten Händen dabei.
Als nächstes kommt der Flop. Wenn du zum Beispiel Ass-König hältst, dann triffst du hier in ca. 30 % der Fälle ein Paar. In 70 % kommt kein König oder kein Ass auf den Flop. Das wichtige daran ist jetzt das nicht nur du in 70 % der Fälle den Flop nicht triffst, nein auch dein Gegenüber trifft in zwei von drei Fällen den Pot nicht. Und wenn er vor dem Flop ein kleines Paar hielt, dann kommt genauso häufig höhere Karten als sein Paar.
Dein Gegner hat also in gut 70 % der Fälle nichts auf der Hand. Oftmals wird er nun seine Hand folden. Dazu musst du nur etwa die halbe bis ganze Potgröße anspielen. Damit riskierst du nicht nur viel Geld für diesen Bluff, nein du gibst deinem Gegner auch keine guten Pot Odds mit ihren Draws zu callen wenn du mal etwas getroffen hast.
Mit dem Continuation Bet zeigst du deinen Gegnern direkt, dass du den Pot nicht aufgeben möchtest, und das deine Hand stark genug ist weiter zu spielen. Sie müssen daher davon ausgehen nicht nur deinen Einsatz auf dem Flop callen zu müssen, sondern das noch weitere auf Turn und River folgen. Ja das sie womöglich um ihren gesamten Stack spielen müssen. Und vor allem in den niedrigen Limits ist dies den meisten zu viel und sie geben die Hand direkt am Flop auf.
Zu Empfehlen ist in fast jeder Hand in der du vor dem Flop erhöht hast auch auf dem Flop anzuspielen. Aber allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Und diese solltest du kennen wenn du ein guter Pokerspieler werden möchtest.
– Wenn viele Spieler den Flop sehen, dann versuch es erst gar nicht mit einem Continuation Bet. Je mehr Spieler dabei sind, desto wahrscheinlicher wird es, dass einer irgend etwas getroffen hat und seine Hand nicht mehr aufgibt. Am besten funktioniert der C-Bet bei maximal drei Gegner am Flop.
– Wenn der Flop besonders koordiniert ist, solltest du nicht c-betten. Kommt der Flop zum Beispiel Ass-Sieben-Vier und du hast vor dem Flop erhöht, dann glaubt dir dein Gegner auf dem Flop leicht, dass du das Ass getroffen hast. Kommt allerdings der Flop Neun-Acht-Sieben in Herz, dann wird einer deiner Gegner sicher einen Straight- oder Flushdraw getroffen haben. Eventuell sogar mehr. Riskier es da besser nicht und setz den Continuation Bet ein andres Mal ein.
– Wenn deine Gegner dich für einen völlig verrückten Bluffer halten. Oft fliegt mal ein oder zwei Bluffs in Folge auf und schon denkt jeder am Tisch, dass du die ganze Zeit bluffst. In solchen Situationen werden sie sich sehr schnell callen. Du solltest also nur c-betten wenn du wenigstens etwas hast – ein Semibluff würde bereits reichen.
Setzt du den Continuation Bet richtig ein, dann wird er dir sehr viel Freude bereiten und noch mehr Geld bringen. Übertreibst du es aber, dann werden deine Gegner misstrauisch und callen dich schneller. Wichtig ist ein gesundes Mittelmaß. Was zum Beispiel der Fall wäre wenn du 70 bis 80 % deiner Hände die du vor dem Flop erhöhst auch auf dem Flop anspielst. Dies wären dann die Hände in denen du was auf dem Flop getroffen hast, Draws, kleine Paare sowie ab und an mal einen reinen Bluff.

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